„Strings and Voices“ lassen die Blütezeit des Folk aufleben

Karl Heinz Fey, Konny Wienecke und Alexander Glas präsentieren 60er-Jahre-Songs

(pd). Ganz leise, ungewohnte Töne waren im fast 150 Jahre alten Braunschweiger Bahnhof zu vernehmen: Das aktuelle Monatskonzert im Holzmindener Jazzclub war diesmal ganz der Stilrichtung Folk und der Blütezeit der Singer und Songwriter gewidmet. Karl Heinz Fey, Konny Wieneke und Alexander Glas spielten mal abwechselnd, mal zusammen all das, was in den 60er und 70er Jahren auf heimischen Plattentellern und an gemeinsamen Lagerfeuerabenden mit Hilfe der Klampfe den Aufbruch in eine neue, friedlichere und bessere Welt versprach. Ein Programm, das nicht nur das übliche Stammpublikum, sondern auch viele Folkfans in den Club lockte.

Den Auftakt übernahm Karl Heinz Fey als Sologitarrist, Sänger und hervorragender Moderator. Während des ganzen Abends hatte er zu jedem Stück von Musikern wie Pete Seeger, Bob Dylan oder Donovan eine interessante Geschichte parat. Nach ein paar Songs gesellte sich Konny Wieneke mit ihrer Gitarre und ihrer schönen Altstimme dazu und es entwickelte sich ein harmonisches Gitarrenduett, begleitet von zweistimmigen Gesängen.

Dann übernahm das Duo Konni und Alexander Glas. Es wurde im von Akustik-Sologitarre und E-Rhythmusgitarre etwas technischer, aber nichtsdestoweniger fein abgestimmt. Mit Ohrwürmern wie „House of the rising sun“, Bob Dylan's „Blowin' in the wind“, Lee Hazlewood's „Summer Wine“, Pete Seeger's „Where have all the flowers gone“, aber auch „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader brauchten die drei Musiker ihr Publikum nicht lange zu überzeugen. Titel der Beatles und Stones, Spirituals und Jazzstandards, wie „Nobody knows you, when you're down and out“, aber auch Eigenkompositionen von Karl-Heinz Fey taten ein Übriges, um beste Clubatmosphäre aufkommen zu lassen und den Funken sofort überspringen zu lassen.

Im dritten Set wechselte Konny Wieneke nach einem Solopart von Karl Heinz Fey und einem weitern Duett dann für den Song „Monday morning“ auf die Ukulele, um damit Alexander Glas wieder auf die Bühne zu locken. Ein frenetisch gefeiertes Gitarren- und Gesangs-Trio mit den bekannten Titeln „This land is your land“, „If I had a hammer“ und dem Gospel „Go, tell it on the mountain“ ließ den Applaus kaum abreißen. Für die Zugaben griffen die Musiker dann noch einmal in ihre unerschöpfliche Spiritualkiste und verwöhnten das Publikum mit „John Browns Body“ und „We shall overcome“. Der Erfolg des Konzerts motivierte den Clubvorstand zu der spontanen Aussage: diese Serie wird fortgesetzt!