18.7.2016

Pressebericht Jazz-Club

Oldtime-Allstars begeisterten das Publikum anders, als geplant.

(Holzminden) Wie auch schon früher einmal mit gutem Erfolg stellte der Jazz-Club Holzminden am Sonntagnachmittag, 17. Juli eine Band von Musikern zusammen, die alle schon einmal im Club waren, aber in dieser Zusammensetzung noch nie miteinander gespielt hatten. Solche Experimente verlangen den einzelnen viel Können und Einfühlungsvermögen ab und versprechen einen Hörgenuß der ganz besonderen Klasse.

Da der gesetzte Posaunist der SleepyTown Jazzband, Hans Häfker kurzfristig im Krankenhaus und die hessische Mannschaft noch auf der Straße lag, musste Clubpräsident Wilfried Steinmetz mit seiner Klarinette einspringen, um mit der Rhythmusgruppe um Steffi Fust am Schlagzeug, Pluto Kemper am Banjo und Martin Fust am Kontrabass als „junge Nachwuchsband“ den ersten Set zu gestalten. Nach Sidney Bechet´s „Petite Fleur“ wurde dann Altmeister Adolf Klapproth gesichtet, Multiinstrumentalist und Ehrenmitglied im Holzmindener Jazz-Club. Da die für ihn geplante Klarinette schon auf der Bühne vorhanden war, aber die Posaune fehlte, übernahm er kurzerhand und netterweise diesen Part. Gleichzeitig erschien aus der Frankfurter Jazzscene der Trompeter Harald Möbus. Somit war die Band komplett und ab ging es mit bekannten und auch weniger gehörten Titeln durch den New Orleans-Liederwald.

Durch das Programm führte auf seine unvergleichlich spaßige Weise Pluto Kemper. Mit seiner Spielweise und besonders seinen Soloeinlagen begeisterte er nicht nur die Holzmindener Banjogemeinde, sondern hatte sehr bald die Herzen aller Zuhörer erobert.
Tosenden Beifall und stehende Ovationen erhielt Steffi Fust nach ihren mehrfachen einzigartigen Drumsoli, vor allem aber nach ihrem Vortrag von 5 Chorussen über „China Boy“. Alle 6 Musiker bestachen durch individuelle Solointerpretationen ebenso, wie durch ihre Anpassung an den ungewohnten Gesamtsound, andere Abläufe und Tonarten, andere Musiker, die nun neben ihnen standen. Das phantastische und zahlreiche Publikum honorierte dies in gewohnt begeisterter Weise.

Der letzte Set war vorgesehen als Jamsession, also offener Bühne für alle, die ein Instrument mit dabeihatten. An diesem Punkt gesellte sich der Cornettist der SleepyTown Jazzband, Peter Hein zu der Band und lieferte sich neben Standards auch mitreißende Trompetenduelle mit Harald Möbus. Das Konzert endete mit dem gemeinsam gespielt und gesungenen Titel, der nicht fehlen darf: When the Saints go marching…out(?). Aber natürlich wurde eine Zugabe gefordert und als solche erklang das Weserjazzlied „Down by the riverside“ in einer in Holzminden bislang noch nie gehörten Weise. Der Funke war schnell übergesprungen, der Spaß an dieser Musik war Publikum und Musikern gleichsam während des ganzen Konzerts deutlich anzumerken. Der Club wird auch in Zukunft „Allstar-Bands“ zusammenstellen neben dem monatlichen Konzertprogramm, viel Spaß dabei !




Vorbericht Jazz-Club

Konzert am 17.07.2016 17°° Uhr

Oldtime All Stars – eine wirklich einmalige Band

Jazzreicher Sonntag-Spätnachmittag am 17. Juli im Club

(ez) Ein Sommersonntag und Oldtime Jazz – das kann ein Highlight im Konzertprogramm des Clubs werden. Und damit alle Gäste am Montagmorgen fit sind, beginnt das Konzert schon um 17.00 Uhr.

Steffi Fust, eine der wenigen New Orleans Schlagzeugerinnen, und die einzige, die je hier im Club aufgetreten ist, hat einzig für dieses Konzert eine Band zusammengestellt, deren Mitglieder uns alle „irgendwie“ bekannt vorkommen. Rudolf „Pluto“ Kemper, dessen Band im Oktober 2015 zum 150jährigen Bahnhofsgeburtstag spielte, bringt sein Banjo mit. Hans Hävker von der Sleepy Town Jazzband spielt Posaune. Altmeister Adolf Klapproth, Ehrenmitglied des Clubs, ist der Klarinettist und er wird auch noch einen Trompeter mitbringen. Und der Bruder von Steffi Fust ist der
Bassist dieser einmaligen Band.

Gespielt werden zwei Sets, quer durch die bekannten Traditionstitel, anschließend ist eine kleine oder größere Jam-Session, deren Ende wie üblich nicht festgelegt ist. Wer also sein Instrument wieder einmal einsetzen will, ist gerne auf der Bühne gesehen.