Bericht TAH vom 21.02.2016

Blues mit Reibeisenstimmen und rauen Riffs

Holzminden (nig). Mit einer Reibeisenstimme wie Joe Cocker begeistert der erst 26-jährige Singer-Songwriter Daniel Welbat (Foto) sein Publikum im Jazzclub Holzminden. Der Auftritt mit seiner Formation „WellBad“ gehörte zu den Highlights des dreitägigen Blues-Festivals in Holzminden, das an allen Tagen restlos ausverkauft war. In der drangvollen Enge des Clubs kochte die Stimmung bei den insgesamt fünf Bands schnell hoch. Auch beim Auftritt der„Blues Company“ mit Toscho Todorovic hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen. Ebenfalls beeindruckend: „U.N.T.S.“ mit gecovertem Bluesrock und „Jail Job Eve“ mit rockig-poppigen Blues-Inter-pretationen. Sogar am Sonntag, der sonst als gemütlicher Festival-Ausklang gilt, erreichte die Stimmung im Club zur Jan-Fischer-Blues-Band ungeahnte Höhen. Foto: jbo

Blues Company bringt Jazz-Club zum Kochen

Grandiose Stimmung beim dritten Weserbergland Blues Festival / Jazz Club restlos ausverkauft


Holzminden (jbo). Aller guten Dinge sind drei. Das traf an diesem Wochenende auch auf das Weserbergland Blues Festival zu. Zum dritten Mal präsentierte der Jazz-Club Holzminden Blues vom Feinsten und das Publikum belohnte Musiker und Veranstalter mit einer enthusiastischen Stimmung. Dicht aneinander gedrängt stiegen die Blues-Fans zum Tanzen sogar auf Stühle und Bänke und ließen das Festival so einem unvergesslichen Erlebnis werden. Bereits der Einstieg am Freitagabend begann fulminant. Einem gutaufgelegten Publikum präsentierten die vier Musiker von U.N.T.S gecoverten Bluesrock unterschiedlichster Couleur. Leadsänger Tom Dyba am Schlagzeug und seine Bandkollegen ließen dabei Songs von angesagten, vom Blues beeinflussten Musikgrößen wie Eric Clapton und Mick Jagger ebenso erklingen, wie die Kompositionen nationaler Blues Ikonen wie Henrik Freischalder. Und auch wenn die vier Musiker ihrem Publikum schon früh klarmachten, dass die Zeiten von „Country Roads“ und „Sweet home Alabama“ vorbei sind, ließen sie es anschließend mit den Gitarrendominierten „Rebel Yell“ und „The Boys are back in Town“ nicht weniger heftig krachen. Dass das noch durchaus steigerungsfähig ist, bewies im Anschluss „WellBad“. Die fünfköpfige Band um den 26-jährigen Singer-Songwriter Daniel Welbat, Gewinner der German Blues Challenge, riss das Publikum mit ihrem lauten, dominanten, instrumental äußerst abwechslungsreichen Sound mit. Dabei begeisterte die unverwechselbare Reibeisenstimme und die Joe Cocker ähnliche Gestik des Leadsängers ebenso wie die  instrumentelle Vielfalt innerhalb der Band. Harte Gitarrenriffs, der dumpf dominante Klang des Kontrabasses, aber auch Trompetensolos und lange Pianopassagen sorgten für echtes Blues-Feeling im Jazz-Club.
Besonders gut kam dann am Sonnabend auch „Jail Job Eve“ an. Ihre rockig-poppigen Blues-interpretationen, dominiert von der herausragenden Stimme der Frontfrau Toja Semel, sorgte im bis auf den letzten Platz voll besetzten Jazz-Club für Begeisterung. Highlight des Wochenendes war dann der Auftritt der Blues Company. Die wohl erfolgreichste Blues Band Deutschlands brachte den Club schnell zum Kochen und als die sechs Musiker um Toscho Todorovic zum Finale den legendären „Peter Gunn“ und „Johnny be good“ performten, hielt es das Publikum nicht mehr auf ihren Sitzen. Auf Bänken und Stühlen stehend rockten die Blues Fans dem Sonntag entgegen. Da setzte die Jan Fischer Blues-Band den Schlusspunkt des Festivals. Seine musikalische Reise durch Boogie-Woogie und den Chicago- und Mississippi-Blues begleitete den abschließenden Frühschoppen und machte Lust auf eine Neuauflage im kommenden Jahr.






















Ankündigung


Eintrittspreise:

Fr: 19.- € / 16.- €
Sa: 19.- € / 16.- €
So: 10.- € /   8.- €
Gesamtkarte: 3-Tage = 40,- € / 34,- €

Ermäßigungen erhalten bei uns die Mitglieder des Jazz-Clubs sowie Schüler, Studenten und Schwerbehinderte. 

18.-20. März 2016

Freitag 18. März 2016
Beginn 19 Uhr

Tom Dyba (Drums, Vocals), Ulf Reitzenstein (Guitar, Vocals), Uwe Flessner (Bass) und Stefan Puntke (Guitar) haben sich nicht gesucht, aber gefunden. Ein wild gemischter Haufen von leidenschaftlichen Überzeugungstätern, die es gerne krachen lassen. Gitarrenrock abseits des Mainstreams mit extrem hohem Spaßfaktor...

Unts hat es sich zum Ziel gesetzt, all die Lieder, die sie schon immer mal covern wollten, auf die Bühnen dieser Welt zu bringen. Nicht das Zeug, das schon millionenfach vergewaltigt wurde, sondern persönliche Meilensteine oder Lieder, die einfach Spaß machen.


Die junge Band aus Deutschland macht Blues für Leute, die gar nicht wissen, dass sie auf Blues stehen. Inspiriert von großen Bluesmusikern wie Willie Dixon, The Black Keys und Tom Waits zog Frontmann Daniel Welbat bereits mit 16 durch Hamburgs Live-Musikszene. Nachdem er im Jahre 2011 mit Produzent Stephan Gade sein Debut-Album „Beautiful Disaster“ aufnahm, war die Zeit reif für WellBad im Bandformat: Stefan Reich (Kontrabass), Sebastian Meyer (Drums), Simon Andresen (Keys) und Victor Schüttfort (E-Gitarre) sorgen für einen satten Sound, der gepaart mit der whiskeygetränkten Reibeisenstimme des bärtigen Frontmannes keinen Bluesfan kalt lässt. Bereits im Jahr ihrer Gründung gingen WellBad auf Deutschland-Tour und konnten als Support für den britischen Gitarristen Oli Brown überzeugen. Außerdem waren sie als Deutschland-Sieger des Emergenza-Festivals auf dem Taubertal-Festival zu hören und spielten sämtliche Gigs vor begeistertem Publikum in ganz Deutschland, u.a. in der Markthalle (HH), im Astra (B) oder im Ampere (M). Frei nach dem Motto von Willie Dixon „The blues is the roots, everything else is the fruits“, hat die Band ihre Wurzeln zwar im Blues, setzt sich stilistisch aber keine Grenzen. Schließlich ist Blues mehr als nur ein Genre - es ist ein Lebensgefühl, das WellBad auf ihre ganz eigene lebendige Art verkörpern.

Samstag 19. März 2016
Beginn 19 Uhr

Bluesgetränkter Rock mit kompromisslosen Riffs und dynamischer Performance.

Wer Jail Job Eve live erlebt, sieht und hört eine Naturgewalt, stürmisch und treibend, mit einem Sound, der mächtig vor die Pappe tritt. 

Die fünf Osnabrücker spielen rockige Powernummern und malerische Bluesstücke voller Geschichten. In Ihrer zweistündigen Show machen sie dabei mächtig Druck, denn hier sind mit Victoria Semel am Gesang, Benedikt Schlereth an der Gitarre, Laurenz Gust am Bass, Jens Niemann am Keyboard und Josef Röhner am Schlagzeug ausschließlich Vollblutmusiker am Werk.


Die Blues Company – Pioniere, Perfektionisten und Preisträger

Seit 38 Jahren stehen sie auf der Bühne, haben an die 4.000 Auftritte in 14 Ländergespielt und 26 Alben veröffentlicht – diese Zahlen der Blues Company sind durchaus beeindruckend und machen deutlich, dass die Musiker um Mastermind Todor Todorovic den Blues in Deutschland ganz entscheidend geprägt haben. Doch noch viel


 beeindruckender als diese nackten Zahlen ist die Art und Weise, wie Todorovic, den alle Welt nur „Toscho“ nennt, den Blues mit seinen Mannen auf der Bühne zelebriert. Toscho lässt die Gitarre bei seinen perlend-eleganten Läufen fliegen, seine unverwechselbare Stimme gibt den Songs ihren markanten Ausdruck.

Die Blues Company in Bestform live: mit knackigem Chicago-Blues und butterweichen Balladen, mit knisternden Gitarren-Soli und dampfenden Bläsern, mit vielen Beigaben aus Rock und Soul, mit konzerterprobten Highlights wie „My Guitar And Me“, „Keep On Singin’ The Blues“, „The Blues Been Good To Me“ oder „Till The Lights Go Out“. Ein aufregendes, unvergessliches Event. 


Sonntag 20. März 2016
Beginn 11 Uhr

Acoustic Blues & Boogie Power  erster Güte bringt der Hamburger Top-Pianist Jan Fischer mit seiner eigenen Band auf die Bühne. Mit ausgefeilten Arrangements, viel Leidenschaft und ordentlich drive sorgt die Jan Fischer Bluesband seit ihrer Gründung im Jahr 2004 deutschlandweit für mitreißende Abende und beste Stimmung. Ihr ungezwungenes Entertainment und der intensive Kontakt zum Publikum garantieren, dass der Funke überspringt! Es wundert daher nicht, dass die Band inzwischen zu einer der meistgebuchten ihres Genres gehört und auf so renommierten Festivals wie dem Internationalen Bluesfestival Basel oder dem Jazzmarathon in Hamburg im Hauptprogramm zu sehen war.

Blues, Boogie, Ragtime, Rock´n´Roll bilden die stilistischen Schwerpunkte ihres umfangreichen und abwechslungsreichen Programms aus eigenen und Cover-Songs. Dabei zeichnet ihr mehrstimmiger Gesang die Jan Fischer Bluesband besonders aus. Neben ihren Instrumenten beherrschen auch die zwei Bühnenpartner Martin Friedenstab an der Gitarre und Drummer Jochen Reich den Lead-Gesang.